Am 14. März 2008 schwitzen wir beide in unseren letzten Klausuren.
Am späten Nachmittag sind wir dann direkt zum Flughafen gefahren,
total gespannt, wohin unsere ungeplante Reise gehen wird.
Nach einigem Herumirren fanden wir endlich die Tresen der Reisebüros
mit wirklich verlockenden Angeboten, die zugehörigen Reisedaten
lagen jedoch alle in frühestens zwei oder drei Wochen.
Pech, statt Last-Minute gab's nur Last-Week oder besser Last-Two-Weeks.
Das sollten wir uns merken!
Relativ schnell stand das Ziel Mallorca fest. Liegt im warmen Süden und ist nicht zu weit weg. Der Hinflug war wegen "Last-Minute" mit über 300 Euro sehr kostspielig, der Rückflug (eine Woche später) schlug dagegen nur mit 10 Euro pro Nase zu Buche. Das billige Hotel lag in Playa de Palma, schließlich landeten wir abends und wollten mit dem Bus oder notfalls auch zu Fuß dorthin anreisen. Weiterhin gönnten wir uns "All-Inclusive" im Hotel und freuten uns auf eine Woche Luxus.
Quasi Last-Second buchten wir dann doch ein Auto, um die Insel erkunden zu können. Und dann ging es los.
Der Flug war natürlich in Ordnung, nächstes Mal buchen wir einfach etwas früher, dann wird es preiswerter.
Das Hotel war ein absoluter Reinfall: nachts um 4 Uhr bevorzugen
wir es normalerweise, zu schlafen. Stattdessen lauschten wir der
Heimkehr unserer Zimmernachbarn, die ihre nächtliche Ankunft mit
ausgiebigem Möbelrücken kund taten.
Das Essen war dem Preis angemessen. Gelegentlich wären
wir gerne früher losgefahren und oft wären wir gerne später heim
gekommen, aber wenn das Essen ruft, macht man doch gerne
Kompromisse. Das Mittagessen haben wir immer ausgelassen.
Die All-Inclusive-Getränke waren enttäuschend: das einzige
alkoholfreie Getränk war eine Art "Hängolin". Ziemlich ekelig.
Wir hätten sogar für einen echten Orangensaft etwas gezahlt, aber
der war leider nicht vorrätig.
Das nächste Mal buchen wir uns eine schöne Bleibe im Norden der
Insel.
Das Mietauto war defintiv unsere beste Entscheidung. So konnten wir flexibel die ganze Insel erkunden. Das würden wir wieder so machen.
Auf jeden Fall: Mallorca, wir kommen wieder!